Deutsch-polnische Zusammenarbeit im Dialog

Am 3. September 2026, fand im Begegnungszentrum MIA Löcknitz das Bürgerforum zur Zukunft der deutsch-polnischen Grenzregion statt.

Eingeladen hatten die Deutsch-Polnische Gesellschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V., Sektion Uecker-Randow, gemeinsam mit Knut Abraham, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit und Marzena Kępowicz, Konsulin der Republik Polen.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus der Region sowie aus Stettin nutzten die Gelegenheit zum offenen Austausch.

Im Mittelpunkt standen unter anderem grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Mobilität und Infrastruktur, Sprachausbildung und Jugendaustausch sowie Kultur und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Deutlich wurden dabei auch bestehende Herausforderungen: fehlende Ansprechpartner und Rückmeldungen, die schwierige Bahnverbindung und der Schienenersatzverkehr, unterschiedliche Finanzierungsbedingungen bei gemeinsamen Klassenfahrten sowie Probleme bei der Anerkennung polnischer Berufsabschlüsse.

Gleichzeitig gab es positive Signale: Das große Interesse an Begegnungen und Exkursionen ins Nachbarland – etwa beim polenmARkT – zeigt, wie lebendig die deutsch-polnischen Kontakte in der Region trotz mancher Schwierigkeiten sind.

Der Dialog muss weitergehen – denn eine lebendige Grenzregion braucht Begegnungen, gute (Bahn)Verbindungen und konkrete Lösungen.

Wir sind Juden aus Breslau

Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933
Ein Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies

24.08.2026, 18:30 Uhr,  Ostseekino Kühlungsborn, Waldstraße 1c, 18225 Kühlungsborn-West

08.10.2026, 19:30 Uhr, CineStar Wismar, Schweriner Straße 16, Wismar

13.10.26, 19.45 Uhr, CineStar Stralsund, Frankenstraße 7, 18439 Stralsund

07.09.2026, 19.45 Uhr, Zinnowitz – Sondervorführung im Club-Kino

10.09.2026, 17.30 Uhr, Schwerin -Sondervorführung im Filmpalast Capitol 

Sie waren jung, hatten Träume und blickten erwartungsvoll in die Zukunft. Breslau war ihre Heimat – eine lebendige Stadt mit der damals drittgrößten jüdischen Gemeinde Deutschlands. Doch mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 änderte sich ihr Leben radikal. Aus Nachbarn und Mitschülern wurden Ausgegrenzte und Verfolgte, aus Heimat wurde ein Ort der Bedrohung. Viele mussten fliehen, andere wurden deportiert und ermordet.

Im Mittelpunkt des Films stehen 14 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen (Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg), die als Kinder und Jugendliche in Breslau aufwuchsen und die nationalsozialistische Verfolgung überlebten. Sie erzählen von ihrer Kindheit, von Verlust und Flucht, von Überleben und Neuanfang. Ihre persönlichen Erinnerungen machen Geschichte unmittelbar und geben der sogenannten „Generation Exodus“ ein Gesicht und eine Stimme.

Die Filmemacher Karin Kaper und Dirk Szuszies verbinden die individuellen Lebensgeschichten mit historischen Bildern und Dokumenten. So entsteht ein eindringliches Porträt einer jüdischen Generation, deren Lebenswege durch Verfolgung, Emigration und die Suche nach einer neuen Heimat geprägt wurden.

„Wir sind Juden aus Breslau“ ist zugleich eine filmische Spurensuche nach einer untergegangenen jüdischen Welt und eine Brücke in die Gegenwart. Gerade angesichts des wieder zunehmenden Antisemitismus und nationalistischer Strömungen erinnert der Film daran, wohin Ausgrenzung, Hass und die Entrechtung von Minderheiten führen können.

Ein bewegender Film über Erinnerung, Verlust, Überleben und die Kraft, trotz allem neu anzufangen.